Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid

Seifenblasenring

Lfdn Nr 69Stelle dich in eine große Seifenblase!

WORUM GEHT ES?
Der Besucher steigt in das trockene Innere eines ringförmigen Beckens, das mit Seifenlauge befüllt ist. Zieht er am Seil einen Kunststoffring hoch, wird er von einer wunderschönen Seifenhaut eingehüllt und er sieht die typischen schillernden Farben auf deren Oberfläche. Zuerst hat die Seifenhaut noch die Form eines Schlauches, aber bald bekommt sie eine immer schmalere „Taille“ bis sie schließlich den Besucher berührt und zerplatzt. Oft sind mehrere Versuche nötig.

WESHALB IST DAS SO?
Die Erzeugung von Seifenblasen ist möglich, da die Oberfläche des Wassers eine Oberflächenspannung besitzt, die zu einem elastischen Verhalten der Oberfläche führt. Darum können Wasserläufer auf der Wasseroberfläche hin und her flitzen. Häufig wird angenommen, dass die Seife nötig ist, um die Oberflächenspannung des Wassers zu vergrößern. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Die Oberflächenspannung des Seifenwassers ist nur etwa ein Drittel so groß wie die des Wassers. Seifenblasen mit reinem Wasser zu machen ist so schwierig, weil die Oberflächenspannung zu hoch ist, wodurch die Blase sofort zerplatzt. Zusätzlich verlangsamt die Seife die Verdunstung, so dass die Blasen länger halten.

Die schillernden Farben entstehen durch Interferenz von Lichtwellen an der dünnen Seifenhaut. Die Interferenz führt innerhalb eines bestimmten Betrachtungswinkel zur Auslöschung eines Teils des Farbspektrums. Der verbleibende Teil wird farbig wahrgenommen, da nur das komplette Farbspektrum weißes Licht ergibt. Ähnliches kennt man von dünnen Ölschichten auf Wasser.

Elastische Oberflächen – wie hier die Seifenhaut – geben den auf sie wirkenden Kräften so lange nach bis sie möglichst klein sind . Es entstehen aus energetischen Gründen so genannte Minimalflächen. Die Fläche der Riesenseifenhaut nimmt etwa die Form einer Sanduhr an. (Man spricht von Hyperboloidform, die man auch von Kühltürmen kennt.) Oben und unten wird die Haut ringförmig gehalten, in der Mitte verjüngt sie sich nach dem Prinzip der Minimalfläche.

Termine

13. Mai 2017
Informationsnachmittag für Lehrer/innen und Erzieher/innen
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24. Juni 2017
Informationsnachmittag für Lehrer/innen und Erzieher/innen
weitere Informationen »

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