Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid

Unendliche Tonleiter

Lfdn Nr 112Drücke die Tasten in auf- oder absteigender Reihenfolge!
Kannst du ein Ende der Tonleiter finden? Oder einen Anfang?

WORUM GEHT ES?
Egal in welcher Richtung man die zwölf Tasten auf dem runden Tisch nacheinander drückt: Die erzeugte Tonleiter scheint auch bei mehreren Umläufen immer höher oder immer tiefer zu werden, ohne irgendwann ein Ende zu erreichen. Wie kann das sein?

WESHALB IST DAS SO?
Die Unendliche Tonleiter ist nur scheinbar unendlich, denn dieser Eindruck ist in Wahrheit einer akustischen Täuschung zu verdanken: Beim Drücken der Tasten erklingen keine Töne, sondern Klänge. Jeder Klang, der beim Drücken einer Taste zu vernehmen ist, besteht aus mehreren Tönen. Ein Computer hat sie so berechnet, dass die Abstände zwischen den Tönen des Klangs genau einer Oktave entsprechen und die Abstände zwischen benachbarten Tasten genau einem Halbtonschritt. So sind bei einmaligem Umkreisen des Tisches alle zwölf Halbtöne einer Oktave zu hören.

Durch unsere selektive Wahrnehmung hören wir beim Wechsel zu einer Nachbartaste nur genau den Ton aus dem Klanggemisch heraus, den wir gemäß der Halbtonleiter erwarten. Würde sich unser Gehör aber nur auf diese sogenannte selektive Wahrnehmung stützen, hätte auch die Unendliche Tonleiter ein Ende. Dass das Gegenteil der Fall ist, liegt daran, dass jeder Mensch neben dem einzelnen Ton auch unbewusst das ganze Klangschema wahrnimmt. Wenn man also einen Ton heraushört, registriert man gleichzeitig auch alle Nebenklänge.

So kommt eine weitere Besonderheit der vom Computer berechneten Klänge zur Entfaltung: Sie sind so aufgebaut, dass die in der mittleren Lage jeweils am lautesten sind, während sie nach oben und unten leiser werden. Ist also ein Ton im Vergleich zu dem eigentlich erwarteten zu hoch oder zu tief, d. h. zu leise, ersetzt das menschliche Gehör diesen durch einen, der dem erwarteten sehr nahe kommt. Dabei gilt, dass Töne, die nur eine Oktave auseinander liegen, sehr ähnlich klingen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass sich das menschliche Gehör aus einem ganzen Spektrum an Tönen genau den herauspickt, den es erwartet. So wird es fast unmöglich, Anfang oder Ende der Unendlichen Tonleiter nach dem Gehör zu bestimmen.

Für die meisten Besucher ist die Unendliche Tonleiter tatsächlich verblüffend und rätselhaft. Es gibt aber immer wieder Besucher, die den Hintergrund des Phänomens sehr schnell erkennen. Diese sind in der Regel musikalisch geschult bzw. haben das absolute Gehör.

Termine

26. Januar 2017
Effekt-Hascherei
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18. März 2017
Informationsnachmittag für Lehrer/innen und Erzieher/innen
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2. April 2017
10. Entdeckertag
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