Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid

Bamboleo

Lfdn Nr 46Risikospiel um Gleichgewicht: Reihum nimmt jeder Spieler einen Bauklotz von der schwankenden Platte. Wer die Platte zum Absturz bringt, hat verloren.

Folgende alternative Spielregeln gibt es an den Vertiefungsstation.

Vorbereitung: Gemeinsam stellen alle Mitspieler die Holzteile auf die Spielplatte. Es dürfen auch zwei Teile aufeinander gestellt werden. Das Zentrum der Platte soll frei bleiben. In die Mulde des Sockels wird die Korkkugel gesetzt. Erst jetzt wird die Spielplatte – am besten von nur einem Spieler – auf der Kugel ausbalanciert. Nach zwei, drei Versuchen wird man damit keine Probleme mehr haben – es ist viel leichter als es aussieht!

Spiel: Es wird reihum gespielt. Jeder Spieler hat nur einen Versuch. Er nimmt ein beliebiges Teil von der Spielplatte, ohne sie dabei zu berühren. Wer sich traut, darf nach vorheriger Ankündigung zwei aufeinander gesetzte Steine auf einmal wegnehmen.

Misslungener Versuch: Droht die Platte zu kippen, darf der Spieler das Holzteil wieder zurücksetzen. Er muss dann ein bereits gewonnenes Holzteil abgeben. Das abgegebene Holzteil wird neben den Sockel gestellt. Der nächste Spieler ist an der Reihe. Fallen Holzteile von der Platte oder kippt die ganze Platte, ist die Spielrunde zu Ende.

Passen: Traut sich ein Spieler nicht, ein Teil wegzunehmen, kann er passen. Er muss jedoch dem nächsten Spieler, dem es gelingt, ein Holzteil von der Platte zu nehmen, eines seiner Teile schenken. Haben mehrere Spieler gepasst, so muss jeder dieser Spieler ein Teil an den Erfolgreichen abgeben. Spieler, die gepasst haben, müssen jedoch kein Teil mehr abgeben, wenn nach ihnen ein Spieler einen misslungenen Versuch hatte. Passen alle Spieler direkt aufeinanderfolgend, ist die Spielrunde zu Ende.

Wertung: Für jedes gesammelte Holzteil gibt es einen Punkt. Wer die Holzplatte zum Abstürzen bringt, hat verloren.

WORUM GEHT ES?
Bei diesem Spiel müssen die Spieler Geschick und ein ruhiges Händchen beweisen. Ziel ist es, möglichst viele Bauklötze von einer auf einer Korkkugel ruhenden Platte zu nehmen, ohne dass sie abstürzt. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Teile besitzt.

Wann kommen die Spielsteine ins Rutschen? Natürlich muss die Spielplatte aus dem Gleichgewicht in eine Schräglage geraten, wenn man einen Spielstein entfernt. Aber ein wenig Schieflage darf die Platte auf ihrem wackligen Gestell schon haben, denn die Spielsteine scheinen erstaunlicherweise auf ihr zu haften und die Platte gleichzeitig auf der Korkkugel.

WESHALB IST DAS SO?
Bamboleo ist ein Spiel ums Gleichgewicht. Es zu erhalten ist umso schwieriger, je näher ein Bauklotz am Rand der Platte steht. Denn die Platte wirkt wie ein Hebel, wodurch den Gegenständen am Rand ein größeres Drehmoment auf die Platte ausüben als die nahe am Schwerpunkt. Somit beeinflusst das Entfernen eines äußeren Steines die Gleichgewichtslage stärker, als wenn man ein Objekt aus der Mitte des Spielfelds entfernt.

Aber auch das Gewicht der Bauklötze beeinflusst die Schwierigkeit, mit der ein Gegenstand von der Platte entfernt werden kann. Wenn noch viele Steine auf der Platte liegen, bedeutet sein Gewicht nur einen kleinen Anteil am Schwerpunkt des Systems. Also gilt: Je schwerer der Bauklotz ist und je weiter er von der Mitte entfernt ist, desto stärker beeinflusst er das Gleichgewicht der Platte. Wenn schon einige Steine entfernt worden sind, wird es immer schwieriger ihn vom Spielfeld zu nehmen.

Aber selbst eine leichte Schräglage der Platte muss noch nicht das Ende des Spiels bedeuten. Denn bevor ein Körper ins Rutschen gerät, muss er die so genannte Haftreibung überwinden. Anschaulich kann man sie sich wie die Verzahnung der Oberfläche des Gegenstandes mit der des Untergrundes vorstellen. Die Haftreibung hängt von den beteiligten Materialien und dem Druck ab, mit dem der Körper auf den Untergrund drückt.

Dreht man zum Beispiel einen Quader auf eine seiner kleineren Seitenflächen, verringert sich zwar die Größe der Flächen, die sich ineinander verhaken, dafür nimmt aber die Tiefe der Verzahnung zu, weil der Druck wächst, mit dem der Körper auf den Untergrund drückt.

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