Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid

Stereoschatten rot-grün

Lfdn Nr 107Durch die Rot-Grün-Brille sehen die Schatten ganz anders aus.

WORUM GEHT ES?
Die Drahtmodelle eines Tetraeders und eines Würfels werden von einem Motor gedreht. Sie werden mit Licht einer roten und einer grünen Lampe gleichzeitig beleuchtet und werfen dadurch einen roten und grünen Schatten auf die dahinterstehende Mattscheibe. Mit bloßem Auge ist ein relativ unscharfes Doppelbild zu erkennen, das wie ein Fehldruck aussieht. Betrachtet man aber die Schatten der Objekte durch die Brille mit roten und grünen Filtern, setzt das Auge die zwei Schatten wieder zusammen – dreidimensional!

WESHALB IST DAS SO?
Eine 3D-Brille ist eine spezielle Brille, die bei einigen stereoskopischen Verfahren (3D-Foto, 3D-Film) benötigt wird, um die räumliche Tiefenwirkung sichtbar zu machen. Bei der Projektion von 3D-Filmen oder dem Druck von 3D-Bildern benötigt das menschliche Gehirn zum Erzeugen eines räumlichen Eindrucks zwingend zwei Bilder, je eines für das linke und rechte Auge, die aus zwei unterschiedlichen Perspektiven bzw. Positionen aufgenommen wurden. Diese Bilder müssen gleichzeitig, dennoch aber getrennt pro Auge, zur Auswertung im Gehirn ankommen, damit daraus der räumliche Eindruck entstehen kann. Die primäre Funktionsweise der 3D-Brillen beruht auf der Filterung, so dass jedes Auge nur das entsprechende stereoskopische Halbbild für das linke oder rechte Auge wahrnimmt.

Für dieses Experiment (Anaglyphentechnik genannt) wird die klassische Rot/Grün-Brille eingesetzt, bei der die Trennung der beiden Bilder über eine rotes und ein grünes Glas geschieht. Die roten und grünen Schatten haben auf der Mattscheibe gerade den Abstand, der der Querverschiebung der Bilder bei Betrachtung mit beiden Augen entspricht.So wird der 3D-Eindruck möglich.

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