Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid

Theremin-Vox

Lfdn Nr 116Erzeuge verschiedene Töne! Kannst du auch eine Melodie spielen?

WORUM GEHT ES?
Das Theremin-Vox ist bis heute das einzige Instrument, das ohne Berühren gespielt werden kann: Je nachdem, wie nah man seine Hände an die beiden Antennen bringt, verändern sich Lautstärke und Tonhöhe von einem tiefen Brummen bis zu hohem Pfeifen.

Die zwei Antennen befinden sich an den Seiten des Geräts, rechts eine kleine Stabantenne, die im Gehäuse versteckt ist, und links eine Ringantenne. Beide reagieren empfindlich auf Veränderungen in ihrer Umgebung und beeinflussen zusammen die Tonausgabe.

Hinweis: Wenn kein Ton kommt, kann es daran liegen, dass man sich zu nahe an der Ringantenne befindet.

WESHALB IST DAS SO?
Bringt man die rechte Hand in die Nähe der im Gehäuse versteckten Stabantenne, ändert sich die Tonhöhe des Klangs, den das Gerät dann kontinuierlich ausgibt. Die Lautstärke des Tons kann über die Ringantenne links gesteuert werden, dadurch lassen sich auch einzelne voneinander getrennte Töne erzeugen.

Ein Theremin-Vox hat ein kontinuierliches und deshalb ganz markantes Klangspektrum, das man leicht aus anderen Instrumenten heraushören kann. So kann man mit ihm nicht gezielt einen einzelnen Ton anspielen, wie man es beispielsweise von einer Orgel oder einem Klavier gewohnt ist. Stattdessen muss man sich dem Ton annähern, indem man entweder zunächst die Lautstärke auf null herabsetzt, die Tonhöhe mit der Annäherung an die Stabantenne bestimmt und dann die Lautstärke wieder kontinuierlich erhöht. Oder man lässt die Lautstärke unbeeinflusst und erklimmt die Tonleiter bis zum gewünschten Ton in Form eines Glissando. Mit ein wenig Übung lassen sich so mit dem Theremin-Vox ganze Lieder spielen.

Dieses gänzlich berührungslos zu spielende, erste elektronische Musikinstrument ist eine Zufallsentdeckung, denn eigentlich wollte der russische Erfinder Lev Theremin (1896 – 1993) einen Bewegungsmelder für eine Alarmanlage konstruieren. Dazu kombinierte er zwei elektromagnetische Schwingkreise der gleichen hohen Frequenz. Durch Annäherung an die Stabantenne wird die Frequenz des einen Schwingkreises verändert, es entsteht eine Überlagerung der Schwingungen. Aus dem Unterschied der beiden entsteht eine neue Frequenz, die so genannte Schwebung, mit einer Schwebungsfrequenz im hörbaren Bereich. Diese wird verstärkt und über einen Lautsprecher ausgegeben. Eigentlich eine perfekte Alarmanlage: Bei Annäherung entsteht ein Ton, leider war aber die Empfindlichkeit bei größeren Abständen zu gering …

Alltagsbezug
Der eigentümliche Klang des Instruments wurde oft von Regisseuren wie Alfred Hitchcock oder Tim Burton zur Untermalung von Thrillern und Science-Fiction-Filmen eingesetzt. Gespielt wurde es unter anderem von Jean-Michel Jarre oder Led Zeppelin. Auch in der Titelmelodie der Serie „Inspector Barnaby“ spielt ein Theremin-Vox.

Termine

23. September 2017
Physik in Hollywood
weitere Informationen »

27. September 2017
Fachtag Grundschule
weitere Informationen »

Bitte beachten!

Wegen einer Veranstaltung ist das Phänorama am 09.09.2017 bis 14 Uhr nicht zugänglich.

Am 12.10.2017 findet eine ganztätige Veranstaltung in der PHÄNOMENTA statt. Das Phänorama sowie die Bereiche „Von Strahlen und Spiegeln“ und „Farbforschen“ sind an diesem Tag nicht zugänglich! Einige Exponate aus diesen Bereichen sind aber an anderer Stelle im Haus zu finden.

Aktionen

Abonnieren Sie unseren Newsletter

PHÄNOMENTA @facebook

weitere Infos & Bilder ...

2015_facebook