Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid

Wärmebild

Lfdn Nr 73Temperatur wird hier zur Farbe. Kannst Du sie verändern?

WORUM GEHT ES?
Mit dieser Kamera kann man „Fieber messen“! Warme Stellen eures Körpers leuchten auf dem Monitor gelb bis tief rot, die vergleichsweise kalten Brillengläser erkennt man an den blauen Farbflächen. Reibt euch auch mal die Hände!

WESHALB IST DAS SO?
Thermographie ist ein berührungsloses bildgebendes Verfahren, das die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (mittleres Infrarot) eines Objektes oder Körpers sichtbar macht. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera (auch als Thermographie-, Thermal-, oder Infrarotkamera bezeichnet), die ähnlich einer herkömmlichen Kamera funktioniert, kann man anhand der empfangenen Infrarotstrahlen die Temperaturverteilungen in einem Bild darstellen.

Das für den Menschen sichtbare Licht besteht aus elektromagnetischer Strahlung, die sich über einen Wellenlängenbereich von 380 bis 750 Nanometern (nm) erstreckt. Dieser Bereich stellt jedoch nur einen kleinen Ausschnitt der elektromagnetischen Strahlung dar. Das gesamte elektromagnetische Spektrum reicht von einigen wenigen Hertz bis zu 10 hoch 25 Hertz. In Wellenlängen ausgedrückt, bedeutet das eine Breite von 10.000.000 Kilometern bis zu einem Hundertmillionstel Nanometer (10 hoch -8 nm).

Wärmestrahlung (Infrarot), die jeder Körper abstrahlt, ist ebenfalls elektromagnetische Strahlung. Sie schließt sich an den Bereich des sichtbaren Lichts an und wird vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen. Je nachdem wie hoch die Temperatur des Gegenstands ist, reicht sie von etwa 780 bis 100.000 nm. Um diese Wärmestrahlung sichtbar zu machen, bedient sich der Mensch sogenannter Infrarotkameras. Sie gibt nicht, wie eine gewöhnliche Kamera, ihre optische Umgebung wieder, sondern sie erfasst die Temperaturen der Objekte vor ihrer Linse. Diese werden entsprechend ihrer Temperatur in verschiedenen Farben wiedergegeben. Die Infrarotkamera an dieser Station ist auf einen Abstand von zwei Metern scharf gestellt. Den einzelnen farbigen Flächen auf dem Monitor können mit Hilfe der Farbskala die jeweiligen Temperaturen zugeordnet werden.

Alltagsbezug
Heute werden Infrarotkameras u.a. benutzt, um sogenannte Wärmebrücken bei Gebäuden herauszufinden. Das sind Bereiche an Gebäuden, an denen Wärme aufgrund schlechter Dämmung verloren geht. Auch in der Tiermedizin werden Infrarotkameras zur Diagnose benutzt. Zum Beispiel können mit ihr Entzündungen in den Körpern der Tiere sichtbar gemacht werden. Es gibt übrigens einige Tierarten, wie die Schlangen, die  Wärmestrahlung durch zusätzliche Grubenorange zwischen Nase und Augen wahrnehmen können. Das bietet ihnen einen Vorteil bei der Jagd auf Warmblüter, weil sie ihre Beute auch nachts sehen können.

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